Berichte und Fotos von Ausfahrten und Veranstaltungen 2022 2. Teil

Fahrt zur 35 Jahre-Jubiläumfeier des Eisenbahnmuseums Unterretzbach am 17.09.2022

Am Samstag, dem 17. September, feierte das Eisenbahnmuseum Unterretzbach ein Jubiläum, nämlich sein 35 jähriges Gründungsjubiläum. Der Verein der Traktorfreunde Kleinhöflein war dazu eingeladen worden seine Oldtimertraktoren bei dieser Feier zu präsentieren. 12 Mitglieder des Vereins kamen dieser Einladung nach. Um 13 Uhr fuhr der Konvoi der Traktoren am Festgelände beim ehemaligen Bahnhof Unterretzbach ein. Das Wetter war ziemlich ungemütlich. Es war stark bewölkt und viel zu kalt. Dazu blies starker Nordwestwind. Das schlechte Wetter war wahrscheinlich der Grund, dass die Zahl der Festbesucher beim Eintreffen der Kleinhöfleiner Traktorfreunde überschaubar war. Schade, denn die Organisatoren hatten sich große Mühe gegeben den Besuchern etwas zu bieten. Es waren Holzschienen gelegt, auf denen man mit einer Fahrraddraisine hin- und herfahren konnte. Ein Drehleiterfahrzeug der FF-Retz war aufgestellt und hievte Besucher, die mutig waren, in luftige Höhen. Auf einem Nebengleis stand eine Dieselverschublok, auf welche man klettern und den Führerstand besichtigen konnte. In einem Raum des Bahnhofes, in dem man Bücher über Eisenbahngeschichte erwerben konnte, waren auch von Volksschulkindern gemalte Bilder zum Thema 150 Jahre Nordwestbahn ausgestellt. Man sollte diese Bilder bewerten. Die bestbewerteten Bilder wurden später prämiert. Das kleine aber feine Eisenbahnmuseum, das im alten Bahnhofgebäude untergebracht ist, hatte natürlich an diesem Tag geöffnet. Es hat für Eisenbahnfreunde und an Eisenbahngeschichte Interessierten viel zu bieten. Nach dem Museumsbesuch suchten die meisten der Kleinhöfleiner Traktorfreunde den Gastronomiebereich auf. Dieser war im Freien bzw. unter dem Dach eines Zeltes ohne Seitenwände eingerichtet. Der Andrang dort hielt sich ob des schlechten Wetters allerdings in Grenzen. Aber im Windschatten des Bahnhofsgebäudes konnte man es aushalten. Während die Einen hier gemütlich beisammensaßen, war ein Vereinskamerad damit beschäftigt mit immer anderen auf den Kotflügelsitzen seines 15er-Steyr-Traktors sitzenden Kindern Runden zu fahren. Bevor die Keinhöfleiner Traktorfreunde um ca. 15:45 Uhr das Festgelände verließen, nahmen sie noch Aufstellung für ein Gruppenfoto. Auch der Bürgermeister von Retz, Stefan Lang, und der Ortsvorsteher von Kleinhöflein, Johannes Graf, welche das Fest mit ihrem Besuch beehrten, mussten auch auf das Foto. Die meisten der zwölf Kleinhöfleiner Traktorfreunde fuhren noch nicht nach Hause. Für sie endete der Tag nach zwei Zwischenstopps - bei Andi´s Kellerstüberl und Harald Frey`s Presshaus - beim Heurigen Winter in Unterretzbach.

Treffpunkt um 12:30 Uhr bei der Gemeindekanzlei in Kleinhöflein
Beim Eisenbahnmuseum Unterretzbach warteten einige Attraktionen auf die Besucher, darunter die Fahrraddraisine und die Drehleiter, welche Mutige in die Höhe hievte
Ganz schön hoch ...
Die Schienen für die Fahrraddraisine waren aus Holz
Für das leibliche Wohl war gesorgt
Noch ein Gruppenfoto vor der Abreise ( v.l. Karl Peschka, Herbert Drucker, Harald Frey, Hannes Mang, Franz Stollhof, Andreas Stark, Bürgermeister von Retz Stefan Lang, Ortsvorsteher von Kleinhöflein Johannes Graf, Bernhard Rockenbauer, Anton Hochrainer )
Die Meisten fuhren nach der Abfahrt von Eisenbahnmuseum nicht gleich nach Hause sondern noch zu Andi`s Kellerstüberl, wo schon alles für die Weinlese hergerichtet war
Von Andi`s Kellerstüberl ging es weiter zum Flohberg , wo Harald Frey sein Presshaus hat.
Der Obmann Andreas Stark und Harald Frey mit Harald`s 30er-Steyr-Traktor

Ausfahrt zum Traktortreffen in Sigmundsherberg, am 28.08.2022

Sollen wir fahren oder nicht ? Das war am Sonntag, dem 28. August, in der Früh die Frage, die diejenigen Mitglieder des Vereins der Traktorfreunde Kleinhöflein beschäftigte, die sich für die Fahrt zum Traktortreffen in Sigmundsherberg gemeldet hatten. Denn es hatte in der Nacht und auch noch am Morgen stark geregnet. Der Regen hatte zwar aufgehört aber es war immer noch stark bewölkt und speziell für den Nachmittag war eine hohe Niederschlagswahrscheinlichkeit angesagt. Sie entschieden sich für die Fahrt. Um 10 Uhr ratterten zwei Oldtimertraktoren, gelenkt von Anton Hochrainer und Bernhard Rockenbauer, vom vereinbarten Treffpunkt in Retz los. Bei der Tankstelle in Pulkau warteten um 10:30 Uhr zwei weitere Vereinskameraden, die beiden Mallersbacher Franz Stollhof und Rudolf Scheuer, auf die Beiden. Ein Fünfter, Walter Oppikhofer, war bereits vorausgefahren und empfing seine Vereinskameraden am Parkplatz beim Eisenbahnmuseum in Sigmundsherberg. Nach dem Einparken ihrer Oldtimertraktoren marschierten die Fünf zum Ort des Festgeschehens, der Halle, die sonst als Lokomotivgarage dient. Sie betrachteten die hier aufgehängten Streckenpläne, Landkarten und ausgestellten Objekte.  Nach dem Mittagessen in eben dieser Halle  war eine Besichtigung der Dampflokomotiven aber auch moderner Lokomotiven bis hin zum Railjet, welche auf den Gleisen vor der Halle standen, angesagt. Im Anschluss daran besichtigten die Fünf das Eisenbahnmuseum. Für dieses war zur Feier des Tages kein Eintritt zu bezahlen. Es gab darin viel Interessantes zu sehen. Durch zahlreiche Ausstellungsobjekte wurde auch auf die großen Bedeutung der Eisenbahn im 1. und 2. Weltkrieg verdeutlicht. Das Eisenbahnmuseum war so interessant, dass die fünf Traktorfreunde die "Siegerehrung", die für 14 Uhr angesetzt war, verpassten. Sie hätten aber ohnehin keinen Preis gewonnen. Da eine Regenfront aufzog, machten sich die Fünf schleunigst auf den Nachhauseweg. Die zwei Mallersbacher fuhren dem Regen davon und schafften es ohne nass zu werden nach Hause zu kommen während die drei Übrigen vom Regen erwischt wurden. 

Vier der fünf Teilnehmer an der Fahrt nach Sigmundsherberg nach ihrer Ankunft am Parkplatz ( v.l. Bernhard Rockenbauer, Walter Oppikofer, Franz Stollhof und Rudolf Scheuer )
Fotografentausch ! Jetzt ist Anton Hochrainer auf dem Foto
Auf der Dampflok der Baureihe 42 ( Dienstmasse 96,6 t, Höchstgeschwindigkeit 80 km/h, Leistung 1770 PS ). Wer ist der Lokführer ?

Ausfahrt mit dem Ziel Bauernmuseum in Kalladorf am 20.08.2022

Für Samstag, den 20. August, war bei den Traktorfreunden Kleinföflein eine Halbtagesausfahrt mit Oldtimertraktoren angesetzt. Zum vereinbarten Treffpunkt um 13:30 Uhr kamen jedoch nur zwei Traktorlenker, Anton Hochrainer und Bernhard Rockenbauer. Lag es am labilen Wetter, dass keiner mehr kam ? Es war stark bewölkt und die Niederschlagswahrscheinlichkeit war hoch. 

Trotzdem machten sich die Beiden auf den Weg. Ihr Ziel sollte das Bauernmuseum in Kalladorf sein. Doch einsetzender Regen machte ihnen einen Strich durch die Rechnung. Sie kamen nur bis zur Haugsdorfer Kellergasse. Da in dieser an dem Wochenende das Event "Kunst und Wein" stattfand und es daher Einiges zu sehen gab, schlenderten die Zwei durch die Kellergasse. Als Kunstinteressierte besuchten sie einige Ausstellungen. So hatte auch der Retzer Christian Spitzer einige Bilder ausgestellt. Auch in einen Keller stiegen sie hinab, wo es auch Bilder zu sehen gab. 

Die Besichtigung des Bauernmuseums in Kalladorf sagten sie ab, da auf der anderen Seite des Pulkautales in Richtung Kalladorf dunkle Regenwolken am Himmel standen. 

Auf dem Heimweg kehrten die beiden Freunde beim Feuerwehrheurigen in Kleinhölein ein und ließen dort den Tag ausklingen.

"Kultur und Wein" in der Haugsdorfer Kellergasse
Anton im "Kulturkeller"
Bernhard im "Kulturkeller"

Besuch des "Fledermauskellers" und weiterer Keller in der Kellergasse "Hühnerkoppeln" in Obernalb am 14.08.2022

Am Sonntag, dem 14. August, um 13:30 Uhr trafen einander drei Mitglieder des Vereins der Traktorfreunde Kleinhöflein ( Franz Stollhof, Anton Hochrainer und Bernhard Rockenbauer ) bei der Retzer Windmühle zu einer Nachmittagsausfahrt mit ihren Oldtimertraktoren. Um 14 Uhr sollten sie beim Haus von der Familie Pöcher im nahen Obernalb sein. Sie waren schon vorher dort. Der Jungwinzer Mathias Pöcher und ein weiters Vereinsmitglied, Herbert Studeny aus Obermarkersdorf, erwarteten sie. Zweck des Treffens war eine Kellerführung von Mathias Pöcher durch den "Fledermauskeller", welcher sich im Besitz der Familie Pöcher befindet. Mathias fuhr mit seinem Auto voraus. Beim Fledermauskeller vergrößerte Antons Frau Christa die Besuchergruppe. Sie war mit dem Fahrrad gekommen. Bevor sie in den Keller hinabstiegen teilte der sehr freundliche, kompetente und umsichtige junge Kellerführer Lampen aus. Aus dem weit verzweigten Keller, einem richtigen Labyrinth, würde man ohne Licht unmöglich mehr herausfinden. Bei dem "Fledermauskeller" handelt es sich um einen Sandkeller, der nur zur Sandgewinnung angelegt wurde. Im Laufe der Jahrhunderte ist die Gesamtlänge auf beachtliche 1,3 km angewachsen. Ein Mitglied des Vereins der Traktorfreunde Kleinhöflein, Ing. Thomas Resch, der in seiner Freizeit Höhlenforscher ist, hatte einen Plan von der Kelleranlage erstellt. In dem Keller überwintern fünf verschiedene Fledermausarten, deshalb sind Führungen in der kalten Jahreszeit nicht gestattet. Die fünf Kellerbesucher waren sehr beeindruckt von der ungeheueren Arbeit, die in der Anlage so eines riesigen Höhlensystems steckt. 

Wieder an der frischen Luft führte sie Mathias zur nahen Kellergasse "Hühnerkoppeln". In Obernalb hat sich ein Verein zum Erhalt des Kulturschatzes Kellergasse etabliert. Auf Initiative des Vereins haben etliche Kellerbesitzer in dieser Kellergasse ihre Keller renoviert. Ein derzeit laufendes Projekt ist die Errichtung einer Trockensteinmauer. Der sympathische junge Winzer stieg mit der Gruppe in einen der Keller hinab. Die Führung fand ihren Höhepunkt in einer Verkostung zweier ausgezeichneter Weine der Familie Pöcher. Mathias ist ein Absolvent der Höheren Bundeslehranstalt für Wein- und Obstbau. Als Weinbauingenieur versteht er es , hervorragende Weine zu produzieren. 

Als die Gruppe gemeinsam mit Mathias bereits auf dem Weg zu ihren Fahrzeugen war, war aufeinmal die Besitzerin des ausgedehntesten Kellers, Michaela Pabst, da. Sie hatte sich im Garten oberhalb ihres Kellers aufgehalten und die Gruppe bemerkt. Noch einmal tauchten die Kleinhöfleiner Traktorfreunde, Frau Hochrainer und Mathias Pöcher in die Unterwelt ein. Der Keller durch den sie jetzt geführt wurden ist noch größer als der "Fledermauskeller" Mit all seinen Verzweigungen ist er über zwei Kilometer lang. Ihre Führerin zeigt ihnen jedoch nur einen kleinen Teil des Kellers. 

An dieser Stelle möchten sich die vier Kleinhöfleiner Traktorfreunde und Frau Hochrainer recht herzlich bei Mathias Pöcher dafür bedanken, dass er sich soviel Zeit für sie genommen hat und sie sehr engagiert durch die Welt unterhalb der Erdoberfläche geführt hat. Ihr Dank gilt auch ihrer zweiten Kellerführerin Michaela Pabst. Vielen Dank den Beiden !

Nachdem sie viel länger als ursprünglich vorgesehen in der Unterwelt verbracht hatten, was die Kleinhöfleiner Traktorfreunde in keinster Weise bedauerten, bestiegen sie ihre Traktoren und lenkten sie zum  "Hangenstein" zwischen Obernalb und Obermarkersdorf. Nach dem Stopp bei diesem Naturdenkmal fuhren sie auf dem kürzesten Weg über Obermarkersdorf nach Unternalb. Hier ließen sie beim Feuerwehrheurigen den Tag ausklingen.

Bernhard Rockenbauer, Anton Hochrainer, Herbert Studeny und Franz Stollhof beim "Fledermauskeller"
Der sympathischer Kellerführer Mathias Pöcher ( links) mit drei der Kellerbesucher
Die vier Traktorfreunde im "Fledermauskeller"
Phantastische Unterwelt
Hier sieht man, dass der ursprünglich niedrige Gang durch Graben in die Tiefe höher gemacht wurde
Verkostung der vorzüglichen Weine des Weingutes Pöcher im zweiten Keller, durch den sie Mathias Pöcher führte
Kleiner Eingang in in das gewaltige Kellerlabyrinth von Pabst Michaela. Jetzt ist auch Tonis Frau Christa auf dem Bild
Michaela Pabst ( ganz rechts ) führte durch einen Teil des riesigen Kellers
Zwischenstopp beim Naturdenkmal "Hangenstein"
Das gleiche Motiv, nun mit Toni Hochrainer
Gemütlicher Ausklang beim FF-Heurigen in Unternalb